XII - Die gegenseitige Ermahnung
XII - Die gegenseitige Ermahnung
Direktorium für den häuslichen und privaten Gottesdienst der Westminster-Versammlung, mit Audio und kostenlosem PDF: ein Leitfaden für den Hausgottesdienst und die persönliche Andacht
Da das Wort Gottes verlangt, dass wir aufeinander achtgeben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen; deshalb soll sich zu jeder Zeit, und besonders in dieser Zeit, in der die Profanität überhandnimmt, und die Spötter, die ihren eigenen Begierden nachjagen, es befremdlich finden, dass andere nicht mit ihnen zu demselben Übermaß an Zügellosigkeit laufen, jedes Mitglied dieser Kirche selbst und andere zu den Pflichten der gegenseitigen Erbauung anspornen, durch Belehrung, Ermahnung und Tadel; einander ermunternd, die Gnade Gottes zu offenbaren, indem sie die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen, und gottesfürchtig, nüchtern und gerecht in dieser gegenwärtigen Welt leben; die Kleinmütigen tröstend und füreinander betend.
Diese Pflichten sollen jeweils bei besonderen, von der göttlichen Vorsehung gebotenen Gelegenheiten erfüllt werden; wie zum Beispiel, wenn unter irgendeinem Unglück, Kreuz oder großer Schwierigkeit Rat oder Trost gesucht wird; oder wenn ein Übeltäter durch private Ermahnung zurückgewonnen werden muss, und wenn diese nicht wirksam ist, indem man einen oder zwei weitere zur Ermahnung hinzuzieht, gemäß der Regel Christi, damit auf den Mund von zwei oder drei Zeugen jedes Wort feststehe.