III - Wie die Heiligen Schriften gelesen werden sollen
III - Wie die Heiligen Schriften gelesen werden sollen
Direktorium für den häuslichen und privaten Gottesdienst der Westminster-Versammlung, mit Audio und kostenlosem PDF: ein Leitfaden für den Hausgottesdienst und die persönliche Andacht
So wie das Amt und die Aufgabe, die Heiligen Schriften auszulegen, ein Teil der geistlichen Berufung ist, die niemand (so qualifiziert er auch sei) an irgendeinem Ort übernehmen darf, außer wer von Gott und seiner Kirche gebührend dazu berufen ist; so sollen auch in jeder Familie, in der es jemanden gibt, der lesen kann, die Heiligen Schriften der Familie gewöhnlich vorgelesen werden; und es ist empfehlenswert, dass sie sich danach beraten und, in Art eines Gesprächs, einen guten Gebrauch von dem machen, was gelesen und gehört worden ist.
Wenn zum Beispiel im gelesenen Wort eine Sünde getadelt wird, kann man dies nutzen, damit die ganze Familie umsichtig sei und sich davor hüte; oder wenn in dem gelesenen Abschnitt der Schrift ein Gericht angedroht wird, oder erwähnt wird, dass es zugefügt worden ist, kann man dies nutzen, damit die ganze Familie fürchte, dass dasselbe oder ein schlimmeres Gericht über sie komme, wenn sie sich nicht vor der Sünde hüten, die es verursacht hat: und schließlich, wenn eine Pflicht gefordert wird, oder in einer Verheißung Trost angeboten wird, kann man dies nutzen, um sich selbst anzuspornen, Christus für die Kraft in Anspruch zu nehmen, die ihnen erlaubt, die gebotene Pflicht zu tun, und um den angebotenen Trost anzuwenden.
Bei all dem soll das Familienoberhaupt die Hauptleitung haben; und jedes Mitglied der Familie darf eine Frage oder einen Zweifel zur Klärung vorbringen.