3. Die Mittel, die im Bund der Gnade bereitgestellt werden
3. Die Mittel, die im Bund der Gnade bereitgestellt werden
Die Summe der heilsamen Erkenntnis von David Dickson und James Durham: eine reformierte theologische Abhandlung über das Evangelium und das Heil
Grundlage III.
Die äußeren Mittel, die dazu bestimmt sind, die Erwählten dieses Bundes teilhaftig zu machen, und alle übrigen Berufenen unentschuldbar zu machen. . Viele sind berufen.
I. Die äußeren Mittel und Ordnungen, um Menschen des Bundes der Gnade teilhaftig zu machen, werden so weise verwaltet, dass die Erwählten dadurch unfehlbar bekehrt und errettet werden; und die Verworfenen, die sich unter ihnen befinden, nicht zu Unrecht zum Straucheln gebracht werden. Die Mittel sind besonders diese vier: 1. Das Wort Gottes. 2. Die Sakramente. 3. Die Kirchenzucht. 4. Das Gebet. Im Wort Gottes, das von gesandten Boten gepredigt wird, macht der Herr allen Sündern ein Gnadenangebot, unter der Bedingung des Glaubens an Jesus Christus; und wer immer seine Sünde bekennt, den angebotenen Christus annimmt und sich seinen Ordnungen unterwirft, dem und dessen Kindern wird er die Ehre und die Vorrechte des Bundes der Gnade zukommen lassen. Durch die Sakramente lässt Gott den Bund besiegeln, um das Übereinkommen unter der vorgenannten Bedingung zu bestätigen. Durch die Kirchenzucht lässt er sie umhegen und zur Bewahrung des Bundes fördern. Und durch das Gebet lässt er seine eigene herrliche Gnade, die im Bund verheißen ist, täglich hervorziehen, anerkennen und in Gebrauch nehmen. Alle diese Mittel werden entweder wirklich befolgt, oder nur dem Bekenntnis nach, je nach der Beschaffenheit der Bundesgenossen, ob sie wahre oder scheinbare Gläubige sind.
II. Der Bund der Gnade, im Alten Testament vor dem Kommen Christi dargelegt, und im Neuen seit seinem Kommen, ist ein und derselbe der Substanz nach, wenngleich verschieden in der äußeren Verwaltung: Denn der Bund im Alten Testament, besiegelt mit den Sakramenten der Beschneidung und des Passahlammes, stellte den kommenden Tod Christi und die dadurch erworbenen Wohltaten unter dem Schatten blutiger Opfer und mancherlei Zeremonien dar; seit Christus aber gekommen ist, hält der Bund, besiegelt durch die Sakramente der Taufe und des Abendmahls des Herrn, Christus klar vor unsere Augen, bereits gekreuzigt, siegreich über Tod und Grab, und herrlich Himmel und Erde regierend, zum Wohl seines eigenen Volkes.