Laden

Von der Versammlung der Gemeinde und ihrem Verhalten im öffentlichen Gottesdienst

Von der Versammlung der Gemeinde und ihrem Verhalten im öffentlichen Gottesdienst

Direktorium für den öffentlichen Gottesdienst der Westminster-Versammlung (1645), mit Audio und kostenlosem PDF: ein vollständiger Leitfaden für den reformierten öffentlichen Gottesdienst

WENN sich die Gemeinde zum öffentlichen Gottesdienst versammelt, soll das Volk (nachdem es zuvor seine Herzen dafür vorbereitet hat) kommen und sich ihm anschließen, ohne sich der öffentlichen Ordnung durch Nachlässigkeit oder unter dem Vorwand privater Zusammenkünfte zu entziehen.

Alle sollen die Versammlung nicht in unehrerbietiger Weise betreten, ihre Sitze oder Plätze ohne Anbetung einnehmen, oder sich in die eine oder andere Richtung verneigen, sondern auf ernste und würdige Weise.

Wenn die Gemeinde versammelt ist, soll der Diener, nachdem er sie feierlich zur Anbetung des großen Namens Gottes aufgerufen hat, mit dem Gebet beginnen.

"Mit aller Ehrfurcht und Demut, indem er die unbegreifliche Größe und Majestät des Herrn anerkennt (in dessen Gegenwart sie sich dann in besonderer Weise darstellen) und seine eigene Nichtigkeit und Unwürdigkeit, sich ihm zu nähern, mit seiner völligen Unfähigkeit zu einem so großen Werk; und indem er ihn demütig bittet, ihnen zu vergeben, ihnen zu helfen und sie in dem ganzen Gottesdienst anzunehmen, der gefeiert werden soll, und den bestimmten Teil seines Wortes zu segnen, der gelesen werden soll: Und alles im Namen und durch die Vermittlung des Herrn Jesus Christus."

Sobald der öffentliche Gottesdienst begonnen hat, soll ihm das Volk mit voller Aufmerksamkeit folgen, sich enthaltend, irgendetwas anderes zu lesen als das, was der Diener in diesem Augenblick liest oder zitiert; und sich noch viel mehr enthaltend jeglichen privaten Flüsterns, jeglicher Gespräche, Grüße oder Verbeugungen vor irgendeiner anwesenden oder eintretenden Person; sowie jeglichen Umherschauens, Schlafens und anderen unschicklichen Verhaltens, das den Diener oder das Volk stören könnte, oder das einem selbst oder anderen im Dienst Gottes hinderlich sein könnte.

Wenn jemand aus Notwendigkeit gehindert wird, zu Beginn anwesend zu sein, soll er sich beim Betreten der Gemeinde nicht seinen privaten Andachten widmen, sondern sich ehrfurchtsvoll bereitmachen, sich der Versammlung in der Ordnung Gottes anzuschließen, die in diesem Augenblick gefeiert wird.